Allen Schwierigkeiten zum Trotz, können wir doch auch in der Saison 2025/26 Konzerte mit Vorträgen zu ausgewählten Werken der
bildenden Kunst anbieten, zu denen wir herzlichst einladen.
Wenn ich an die 75 Jahre meiner Mitwirkung bei diesen «Museums-Konzerten» zurückdenke, ergibt sich mir schon ein recht turbulentes Bild.
Es begann mit dem ersten Auftritt im Jahre 1950 mit Bachs «Kunst der Fuge» und der Begegnung mit dem Direktor der Albertina,
HR Dr. Otto Benesch, vermittelt durch meinen Freund und großen Lehrer Prof. Josef Mertin.
Mit der Gründung der Capella Academica Wien und meinem Eintritt in die Organisation der Albertina Konzerte erfolgte deren Ausbau
zu einem Abonnement-Zyklus, gemeinsam mit Mertin und Direktor HR Dr. Walter Koschatzky.
Immer enger mit der Albertina verbunden führte das musikalische Interesse von Prof. Ernst Husa und des damaligen Präsidenten
der Gesellschaft der Freunde der Albertina, Prof. Christian M. Nebehay, zu einer noch engeren Verbindung von Musik und
grafischer Kunst in den Konzertprogrammen. Es ist überaus erfreulich, dass auch einige dieser Konzerte in Videoaufnahmen festgehalten wurden.
Eine umfangreiche Generalsanierung der Albertina verhinderte ab 1996 weitere Veranstaltungen an diesem Ort, aber eine Einladung
des damaligen Generaldirektors Dr. Wilfried Seipel sowie des damaligen Direktors der Gemäldegalerie, HR Dr. Karl Schütz,
ermöglichte es uns, im Bassano-Saal des Kunsthistorischen Museums unsere Idee weiterzuführen.
Ab 2010 konnte mit Seipels Nachfolgerin als Generaldirektorin diese Zusammenarbeit nicht mehr weiter fortgesetzt werden und
unsere Konzerte begannen eine Wanderschaft zwischen dem Belvedere, dem Wienmuseum u.a., bis wir im Theatermuseum im Eroica Saal
des Palais Lobkowitz eine neue stabile Heimat fanden.
Trotz einer vorübergehenden Schließung des Theatermuseums für Umbauarbeiten können wir dank des Entgegenkommens des Direktors,
Prof. Dr. Franz Pichorner, auch in der kommenden Saison 5 Konzerte im Eroica-Saal als Abonnement anbieten.
Herzlichst Ihr
Eduard Melkus